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Mehr Infos zu Bioheizöl, Komponenten und Geräteeignung

Bioheizöl als Brennstoff

Langzeitlagerung

Derzeit kommt Fettsäuremethylester (FAME) als Biokomponente für Heizöl in Frage. FAME hat jedoch Produkteigenschaften, die gegebenenfalls die Stabilität von Bioheizöl bei längeren Lagerzeiten nachteilig beeinflussen können. Beispielsweise ist FAME hygroskopisch. Das bedeutet, dass sie die Eigenschaft haben, Umgebungs- oder Luftfeuchtigkeit zu binden.

Lagerung von verschiedenen Heizölmischungen mit und ohne Bioanteil

Lagerung von verschiedenen Heizölmischungen mit und ohne Bioanteil.

Projektziel

Der Einfluss folgender Faktoren soll auf die Langzeitalterung der Brennstoffe schwefelarmes Heizöl, Standardheizöl, FAME und deren Mischungen untersucht werden:

  • Wärme
  • Luftsauerstoff
  • katalytische Wirkung von Buntmetallen (Kupfer)

Es wurden daher verschiedene Mischungen (englisch: Blends) mit und ohne Biobeimischung sowie mit und ohne Kupfer in offenen Probenbehältern in Klimaschränken bei 40 Grad Celsius im Dunkeln gelagert. Die maximale Lagerzeit betrug zwei Jahre. Periodisch wurden Proben entnommen und die Produktqualität untersucht. Besonderes Augenmerk wurde auf die Produktstabilität gelegt.

Projektergebnisse und Empfehlungen

Heizöl ohne Biobeimischung und der Blend Heizöl EL schwefelarm mit 5 Volumenprozent FAME, eingelagert ohne Kupferwendel, können für die Lagerdauer von 24 Monaten als stabil betrachtet werden. Die analysierten Parameter waren unauffällig.

Die Lagerung mit Kupferwendel führte beim Standardheizöl zu einer deutlichen Erhöhung an Alterungsprodukten. Beim Blend Heizöl EL schwefelarm mit 5 Volumenprozent FAME kam es zu einer deutlichen Stabilitätsbeeinträchtigung. Daher sollte der Eintrag von Kupferionen in den Brennstoff möglichst minimiert werden.

Alle übrigen eingesetzten Brennstoffe und Brennstoffmischungen mit und ohne Kupferwendel haben sich durch mindestens einen Parameter als auffällig erwiesen. Dabei „alterten“ die Proben mit Kupferwendel schneller als Proben ohne Kupferwendel.

Die Versuche haben gezeigt, dass eine Additivierung der Brennstoffblends mit Oxidationsstabilisatoren und Metalldeaktivatoren/-passivatoren grundsätzlich zu empfehlen ist.

Diese Empfehlung soll nun durch weitere Untersuchungen an Brennstoffblends mit einer derartigen Additivierung untermauert werden.