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Mehr Infos zu Bioheizöl, Komponenten und Geräteeignung

Bioheizöl als Brennstoff

Prüfstandtestläufe

Bei den Prüfstandtestläufen im Labor geht es um folgende Fragen: Wie beeinflussen die Installationsweise und der Installationswerkstoff Kupfer die Produktqualität eines Heizöls mit biogenem Anteil und wie wirkt sich das auf die Betriebssicherheit von Ölgeräten aus?

Brennkammer eines mit Bioheizöl betriebenen Testgeräts

Die Brennkammer eines mit Bioheizöl betriebenen Testgeräts.

Zurzeit kommt hauptsächlich Fettsäuremethylester (FAME) als Biokomponente im Bioheizöl zum Einsatz. Die negative Wirkung von Buntmetallen auf FAME ist bekannt. In der Installation der Ölversorgung wird bevorzugt Kupferrohr verwendet und wichtige Komponenten des Ölgerätes aus diversen Buntmetallen gefertigt. Daher untersuchte dieses Projekt den Einfluss der Installationsweise und des Installationswerkstoffes Kupfer auf schwefelarmes Heizöl mit 20 Volumenprozent (% v/v) FAME sowie die Betriebssicherheit des Ölgerätes.

Die Langzeitversuche wurden als Paralleltests an den Fachhochschulen Osnabrück und Wilhelmshaven mit sechs bzw. fünf Testläufen durchgeführt. Die Forscher berücksichtigten beim Prüfstandaufbau sowohl Niedertemperaturgeräte mit Ölversorgungen im Zweistrang als auch Brennwertgeräte mit Ölversorgungen im Einstrang. Als Leitungsreferenzmaterial wurde Edelstahl verwendet.

Projektziel

Ziel des Projektes war die Durchführung von Langzeitversuchen an baugleichen Ölgeräten mit Ölversorgungen aus unterschiedlichen Materialien (Kupfer bzw. Edelstahl) mit Biobrennstoffen. Während der Testläufe wurden Emissionen, Wirkungsgrade sowie eventuelle Ablagerungen bestimmt. Außerdem wurde die Betriebssicherheit der Anlagen getestet. Die Testdauer betrug jeweils eine Heizperiode.

Projektergebnisse und Empfehlung

Die während der Testläufe festgestellten Störungen konnten nicht auf installationsbedingte Einflüsse zurückgeführt werden. Für die Anwendung beim Endkunden wird jedoch grundsätzlich empfohlen, die Ölversorgungsleitungen als Einstrangsystem auszulegen. Somit würde nur die Heizölmenge zum Brenner gefördert werden, die auch verbrannt wird. Dadurch wird eine unnötige Brennstoffbeanspruchung durch Umwälzung unterbunden.