Klimaschutzerklärung der Mineralölwirtschaft
IWO ist maßgeblich an der Umsetzung der Klimaschutzerklärung der deutschen Mineralölwirtschaft beteiligt. Mit der Selbstverpflichtung für den Wärmemarkt unterstützt die Mineralölwirtschaft die nationale CO2-Minderungspolitik.
Nutzungsgrad der Ölheizungen erhöhen
Ziel der Klimaschutzerklärung: Bis zum Jahresende 2012 soll der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad von Ölheizungen um 27 bis 30 Prozent im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 erhöht werden. Damit verbunden ist ein entsprechender Rückgang des Heizölverbrauchs und somit der Treibhausgas-Emissionen.
Als Zielkorridor wurde ein Nutzungsgrad zwischen 86 und 88 Prozent festgelegt. Das Minimalziel wurde bereits im Jahr 2007 übertroffen - also fünf Jahre vor dem geplanten Termin. Zum Vergleich: 1990 lag der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad von Ölheizungen noch bei 68,3 Prozent.
2010 wurde ein durchschnittlicher Jahresnutzungsgrad von 87,4 Prozent und damit eine Verbesserung gegenüber 1990 um 27 Prozent erzielt. Aus dieser Verbesserung des Jahresnutzungsgrads resultiert ein Rückgang der CO2-Emissionen von 22,9 Mio. Tonnen gegenüber dem Basisjahr 1990. Das entspricht einer Reduktion um 21,9 Prozent. Die absolute Senkung der CO2-Emissionen geht aufgrund weiterer Effizienzmaßnahmen (z.B. Dämmung) deutlich darüber hinaus.
Heizölverbrauch senken
Das erfolgreiche Engagement der Mineralölwirtschaft für den Klimaschutz lässt sich auch an der Entwicklung des Heizölverbrauchs seit 1990 ablesen: Während die Anzahl der Ölheizungsanlagen gemäß der offiziellen Schornsteinfegerstatistik nahezu konstant geblieben ist, hat sich der Heizölverbrauch in der Bundesrepublik fast halbiert,
Dazu hat neben der wachsenden Marktbedeutung der effizienten Öl-Brennwerttechnik in den letzten Jahren auch die Kombination mit solarthermischen Anlagen beigetragen. 2009 wurde mehr als die Hälfte der neuen Öl-Brennwertgeräte gemeinsam mit einer Solarwärmeanlage installiert.
Hintergrund: Nationale und europäische Klimapolitik
Im Rahmen des 1997 beschlossenen Kioto-Protokolls hat Deutschland zugesagt, im Zeitraum 2008 bis 2012 die Treibhausgasemissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.
Der Europäische Rat hat sich im Frühjahr 2007 sogar noch höhere Klimaschutzziele für das Jahr 2020 gesteckt. Die EU strebt an, die Treibhausgase bis 2020 um 30 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu senken, sofern andere Industrieländer zu vergleichbaren Minderungen bereit sind. Nach diesem EU-Beschluss müsste Deutschland im Vergleich zum Basisjahr 1990 seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um insgesamt 40 Prozent reduzieren.




