KWK-Offensive in den Bundesländern
Heizöl intelligent nutzen − unter diesem Motto haben Mineralölhandel, IWO und Gerätehersteller in verschiedenen Bundesländern eine Offensive für Kraft-Wärme-Kopplung gestartet.
Mit einem Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) kann gleichzeitig Strom und Wärme dezentral und sehr effizient erzeugt werden. Der Betrieb von solchen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ist wirtschaftlich, wenn ein konstanter und ausreichend hoher Wärmebedarf vorhanden ist.
Nutzen beispielsweise Besitzer größerer Immobilien und Gewerbetreibende diese Technologie, können sie dazu beitragen, den Primärenergiebedarf zu reduzieren und das Klima zu schützen. Gleichzeitig machen sie sich unabhängiger von den Energiemärkten, da sie Strom und Heizwärme einfach selbst erzeugen. Deshalb unterstützt die Mineralölwirtschaft in verschiedenen Bundesländern die Verbreitung dieser Technik mit einem eigenen Förderprogramm.
Fördergeld für Kraft-Wärme-Kopplung
Kern der KWK-Offensive ist die finanzielle Förderung für den Einbau und Betrieb von Mini-BHKW durch den regionalen Mineralölhandel. Im Rahmen einer Kooperation mit den BHKW-Herstellern Senertec und Giese, den Regionalverbänden des Mineralölhandels und IWO bezuschussen Mineralölhändler die Anschaffung eines Öl-Mini-BHKW.
In einigen Bundesländern läuft die Aktion noch bis zum 30. Juni 2012. Dort gibt es bis zu 1.450 Euro für die Inbetriebnahme eines mit Heizöl betriebenen BHKW mit einer elektrischen Leistung von bis zu 30 kW.
Die genannten Förderbedingungen und weitere Informationen zur Kraft-Wärme-Kopplung gibt es in der Broschüre „Heizöl intelligenter nutzen“ für jedes Bundesland, in dem die KWK-Offensive noch läuft.
In diesen Bundesländern läuft die KWK-Offensive auch in 2012 weiter:
- Hessen (läuft bis 30.06.2012)
- Mecklenburg-Vorpommern (läuft bis 30.06.2012)
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
In diesen Bundesländern ist die KWK-Offensive in 2011 erfolgreich gelaufen:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Brandenburg
- Hamburg
- Niedersachsen
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
Kraft-Wärme-Kopplung hat großes Potenzial
Energieexperten räumen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beachtliches Zukunftspotenzial ein. Kleine Öl-KWK-Anlagen mit bis zu 50 Kilowatt Leistung werden bereits seit Jahren erfolgreich in größeren Wohnobjekten, im produzierenden Gewerbe, in Krankenhäusern, Schwimmbädern oder Hotels eingesetzt.
Effizienzsteigerung bei der Stromerzeugung
Die Kraft-Wärme-Kopplung kann die Effizienz bei der Stromerzeugung deutlich erhöhen und so dazu beitragen, den Primärenergiebedarf zu senken. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Energiebedarf im Gebäude auch die zuvor für Förderung, Verarbeitung und Transport benötigte Energie.
Insbesondere bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken entstehen große Energieverluste. Konventionelle Kraftwerke erreichen einen Wirkungsgrad von durchschnittlich weniger als 40 Prozent. Das heißt, 60 Prozent der zur Stromerzeugung eingesetzten Energie gehen als Abwärme zum Beispiel über die Kühltürme verloren.
Im deutschen Strommix werden für die Bereitstellung einer Kilowattstunde (kWh) Strom 2,6 kWh Primärenergie aufgewendet. Ein Öl-Mini-BHKW setzt den Brennstoff dagegen zu rund 95 Prozent in Strom und Wärme um. Und in einer Kilowattstunde Heizöl stecken nur 1,1 kWh an Primärenergie.







