Einwandige glasfaserverstärkte Kunststofftanks (GFK-Tanks) dürfen ohne Auffangwanne aufgestellt werden. Voraussetzungen sind eine Überdrucksicherung sowie eine spezielle Rückhalteeinrichtung. Die erforderliche Überdrucksicherung haben Tankhersteller nun gemeinsam mit einem Armaturenhersteller entwickelt, so dass die technische Regel seit Januar 2012 erfüllt werden kann.
GFK-Tanks ohne Auffangwanne
Die Technische Regel wassergefährdender Stoffe (TRwS A785 Anhang A) legt die bundesweit gültigen Aufstellungsbedingungen für einwandige GFK-Tanks fest. Demnach dürfen GFK-Tanks ohne Auffangwanne aufgestellt werden, sofern sie unter anderem über eine Überdrucksicherung verfügen und auf einer flüssigkeitsundurchlässigen Dichtfläche aufgestellt werden. Die erforderlichen technischen Lösungen stehen nun zur Verfügung, so dass die Aufstellung ohne Auffangwanne realisiert werden kann.
Die inzwischen zugelassene Überdrucksicherung überwacht Tank und Entlüftungsleitung. Über einen Anschluss am Entlüftungssystem des Tanks wird beim Füllvorgang eine Drucküberwachung durchgeführt. Schon eine Befüllung bis an die Behälteröffnung erzeugt einen Druckstoß, der zum sofortigen Abschalten des Füllvorgangs über den Stromkreis des Grenzwertgebers führt.
Eine Warnlampe zeigt an, wenn der Druck in der Lüftungsleitung den Grenzwert übersteigt und signalisiert, dass keine reguläre Füllunterbrechung vorliegt. Auch eine unzureichende Entlüftung wird so angezeigt. Der Aufbau von Überdruck im Tanksystem wird wirksam verhindert.
Zusätzlich muss der Tank auf einer flüssigkeitsundurchlässigen Dichtfläche aufgestellt werden. Auch hierfür halten die Tankhersteller Lösungen bereit.
Alle Details zur Aufstellung von GFK-Tanks finden sich in der TRwS (Arbeitsblatt DWA-A 785 Anhang A). Das Dokument kann im Shop der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA-Shop) bestellt werden.



