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Heizöl EL: Herstellung, Eigenschaften, Heizölsorten

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DIN 51603-1 und Vornorm DIN SPEC 51603-6 beim Beuth-Verlag bestellen

www.beuth.de

Heizölnorm

In der DIN 51603 sind die Qualitätsanforderungen für verschiedene Heizöle festgelegt. Für die Gebäudebeheizung dürfen zurzeit nur Heizöle eingesetzt werden, die den Anforderungen der DIN 51603-1 (Teil 1) entsprechen. Bioheizöl darf verwendet werden, sofern Öltanks, Ölgeräte und Anlagenkomponenten vom Hersteller für Bioheizöl nach DIN SPEC 51603-6 freigegeben wurden.

Bei modernen Ölheizungen haben sich in der Vergangenheit erhebliche Änderungen ergeben. Diesem stetigen Fortschritt wird durch eine regelmäßige Überarbeitung der Norm Rechnung getragen. Zum Beispiel wurden die Anforderungen und Eigenschaften für schwefelarmes Heizöl im Jahr 2003 aufgenommen. Die DIN kann über den Beuth-Verlag bezogen werden.

Letzte Anpassung der Heizölnorm DIN 51603-1

Seit September 2011 gelten folgende Anpassungen für Standardheizöl und schwefelarmes Heizöl:

  • Synthetisch hergestellte Komponenten, z.B. HVO (hydrierte Pflanzenöle) sind zulässig.
  • Festlegung eines Prüfverfahrens zur Bestimmung der Lagerstabilität.
  • Festlegung des Grenzwertes für die Menge an thermischem Sediment (maximal 140 mg/kg), das sich bei der Methode zur Bestimmung der thermischen Stabilität bilden darf.


Heizöl EL entspricht den Anforderungen dieser aktualisierten Norm, wenn es oder seine Komponenten vorher zu keinem anderen Zweck eingesetzt worden sind. Unter Komponenten sind Produktströme zu verstehen, die aus Mineralölverarbeitungsverfahren stammen. Zudem sind Zumischungen von Komponenten zulässig, die aus Synthese oder Hydrierung gewonnen werden.

Dazu zählen Produkte aus der Fischer-Tropsch-Synthese, deren Ausgangsstoffe Erdgas (GTL = Gas to Liquid), Biomasse (BTL = Biomass to Liquid) oder Kohle (CTL = Coal to Liquid) sind sowie Produkte aus der Hydrierung wie z.B. Pflanzenöle (HVO = Hydrogenated Vegetable Oils).

Im Rahmen der Lieferkette ist ein Gehalt von maximal 0,5 Volumenprozent FAME im Heizöl EL zulässig. Aufgearbeitetes Altöl und Beimischungen von chlorhaltigen Stoffen sowie anorganische Säuren dürfen nicht enthalten sein.

Anforderungen an Bioheizöl nach DIN SPEC 51603-6

Eine vom Fachausschuss für Mineralöl- und Brennstoffnormung eingesetzte Arbeitsgruppe hat eine Vornorm für ein Heizöl mit Anteilen aus nachwachsenden Rohstoffen oder anderen alternativen Komponenten erarbeitet. In der DIN SPEC 51603-6 Heizöl EL A sind charakteristische Kenndaten und Prüfungen an alternative Heizöle, wie zum Beispiel Bioheizöle, festgelegt, deren Einhaltung einen reibungslosen Betrieb der Ölanlage ermöglichen sollen.

Bei der Erstellung der Vornorm wurden Prüfungen sowohl aus der klassischen Heizölanalytik als auch der Pflanzenöl- und Fettsäuremethylesteranalytik berücksichtigt. Die DIN SPEC 51603-6 regelt die als notwendig erachteten Mindestanforderungen, Prüfverfahren und Grenzwerte sowie die Benennung von Bioheizöl.

Rezepturen zu spezifischen Mischungsverhältnissen von schwefelarmem Heizöl und alternativen beziehungsweise Biokomponenten sind nicht festgelegt. Allerdings muss ein Produzent eines Bioheizöls den Bioanteil in Volumenprozent angeben. Die korrekte Bezeichnung für eine Zumischung von 3 bis 5,9 Volumenprozent FAME lautet: Heizöl DIN SPEC 51603-6 EL A Bio 5.

Warum eine Vornorm?

Eine Vornorm wird dann erstellt, wenn die praktischen Erfahrungen noch nicht als vollständig und ausreichend angesehen werden. Eine Vornorm erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie legt nur solche Eigenschaften fest, die in der bisherigen Diskussion für eine ausreichende Qualität als unbedingt notwendig erkannt wurden. Durch die Anwendung einer Vornorm sollen Erfahrungen gesammelt werden, die später als Grundlage für die reguläre Norm genutzt werden können.

Die Vornorm DIN SPEC 51603-6, Flüssige Brennstoffe, Heizöle, Teil 6: Heizöl EL A ist beim Beuth Verlag Berlin erhältlich.