Varianten der Öl-Brennwertnutzung
Brennwerttechnik mit Rücklaufkühlung
Brennwertgerät mit interner Kondensation:
Die sensible (fühlbare) und latente (Kondensations-) Wärme des Abgases wird auf das Rücklaufwasser des Heizungssystems übertragen. Große Wärmetauscherflächen oder mehrzügige Abgasführung bewirken, dass die Abgase bis unter Taupunkttemperatur abkühlen. Je geringer die System- bzw. Rücklauftemperatur ist (beispielsweise bei Fußbodenheizungen), desto mehr Energie wird dem Abgas entzogen.
Brennwertgerät mit nachgeschaltetem Wärmeübertrager:
Die Kondensation erfolgt in einem nachgeschalteten Wärmeübertrager. Die Nachrüstung eines solchen Wärmeübertragers ermöglicht die Brennwertnutzung auch in modernen Öl-Niedertemperaturgeräten.
Brennwerttechnik mit Luft-Abgas-System (LAS)
Zunächst wird die Wärme an das Kesselwasser abgeführt. Dabei kühlt das Abgas auf Temperaturen oberhalb des Taupunktes ab. Im zweiten Wärmeübertrager kondensiert der im Abgas enthaltene Wasserdampf, indem die Abgaswärme zur Vorwärmung der vom Brenner angesaugten Verbrennungsluft genutzt wird.
Je kälter die Außenluft ist, desto höher ist der Kondensationsgrad. Das Luft-Abgas-System (LAS) erlaubt aufgrund der raumluftunabhängigen Betriebsweise die Aufstellung des Brennwertgeräts innerhalb der thermischen Hülle.
Kombination von Rücklaufkühlung und Luft-Abgas-System
Die Varianten der Brennwertnutzung werden häufig in Kombination genutzt. So können beispielsweise viele Geräte, die für die Kondensation den Heizungsrücklauf nutzen, auch über ein Luft-Abgas-System raumluftunabhängig mit Verbrennungsluft versorgt werden. dies erhöht die Energieausnutzung zusätzlich.



