Anforderungen an Standardheizöl und schwefelarmes Heizöl nach DIN 51603-1
Die Mindestanforderungen an die Qualität von Heizöl EL sind in der DIN 51603-1 festgelegt. Diese Norm beschreibt die wesentlichen Qualitätseigenschaften, die für die Anwendung des Produkts von Bedeutung sind. Sie kann über den Beuth-Verlag bezogen werden.
Bei modernen Ölheizungsanlagen haben sich in der Vergangenheit erhebliche Änderungen ergeben. Diesem stetigen Fortschritt und der Weiterentwicklung hocheffizienter Ölheizungssysteme wird durch eine regelmäßige Überarbeitung der Anforderungen an Heizöl EL in der Norm Rechnung getragen.
Berücksichtigung der schwefelarmen Heizölsorte
In der Überarbeitung der Norm im Jahre 2003 wurden erstmals Anforderungen und Eigenschaften für schwefelarmes Heizöl EL komplett neu aufgenommen. Neben einem Schwefelgehalt von maximal 50 mg/kg wurden eine ausreichende Schmierfähigkeit nach DIN ISO 12156-1 (Grenzwert maximal 460 µm) und der Einsatz von Additiven ohne Asche bildende Bestandteile festgeschrieben.
Hoher Heizwert von Heizöl EL Standard und schwefelarm
Beide Heizölqualitäten sind extraleichtflüssige und aschefreie Brennstoffe. Die Hauptbestandteile sind, abhängig von der Dichte, circa 86 bis 87 Prozent Kohlenstoff und 13,0 bis 13,5 Prozent Wasserstoff. Heizöl EL hat, bezogen auf das Volumen, einen sehr hohen Energiegehalt und wird als Energievorrat in speziellen Tankanlagen bevorratet (Brennwert mindestens 45,4 MJ/kg beziehungsweise 10,74 kWh/l entspricht einem Heizwert mindestens 42,6 MJ/kg = 10,08 kWh/l).
Der hohe Heizwert und der im längerfristigen Vergleich günstige Marktpreis machen Heizöl EL zu einer sehr wirtschaftlichen Heizenergie. Mit einem Flammpunkt von über 55 °C ist Heizöl EL ein Produkt, welches eine relativ einfache Lagerung und Handhabung ermöglicht.
Der hohe Heizwert und der im längerfristigen Vergleich günstige Marktpreis machen Heizöl EL zu einer sehr wirtschaftlichen Heizenergie. Mit einem Flammpunkt von über 55 °C ist Heizöl EL ein Produkt, welches eine relativ einfache Lagerung und Handhabung ermöglicht.
Letzte Anpassung der Heizölnorm
Seit Januar 2008 gelten folgende Anpassungen in der Anforderungsnorm:
Stand: 10. Aug. 2010 (Fachbereich Technik, SSE)
- Reduzierung des Schwefelgehaltes auf maximal 1000 mg/kg bei Heizöl EL, Standard
- Festlegung eines Prüfverfahrens zur Bestimmung der thermischen Stabilität
- Bezug des Energiegehaltes auf den Brennwert von mindestens 45,4 MJ/kg
- Die DIN 51 603-1 schreibt vor, dass Heizöl EL ein reines Produkt aus der Rohölverarbeitung ist, das vorher zu keinem anderen Zweck eingesetzt worden sein darf. Im Rahmen der Lieferkette ist seit Januar 2008 ein Gehalt von maximal 0,5 Volumenprozent Biokomponente im Heizöl EL zulässig. Aufgearbeitetes Altöl und Beimischungen von chlorhaltigen Stoffen sowie anorganischen Säuren sind im Heizöl EL nicht enthalten und unzulässig.
Stand: 10. Aug. 2010 (Fachbereich Technik, SSE)









