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Heizöl EL A (Bioheizöl)

Heizöl EL A (alternativ) hier Bioheizöl
Heizöl EL A hier Bioheizöl ist schwefelarmes Heizöl dem ein flüssiger Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen, in der Regel Biodiesel, beigemischt ist. Der Vorteil von Bioheizöl: Es kann zusätzlich dazu beitragen, den Bedarf an Mineralöl zu reduzieren, Treibhausgasemissionen zu senken und Ressourcen zu schonen. Entscheidend ist, dass Bioheizöl in möglichst effizienter Technik eingesetzt wird, und dass die Rohstoffe nachhaltig produziert werden.
 
Umfangreiche Tests
Um sicherzustellen, dass die vorhandene Ölheizungstechnik auch mit Bioheizöl störungsfrei funktioniert, werden neben diversen Laboruntersuchungen seit Frühjahr 2006 Feldtests mit unterschiedlichen Brennstoffmischungen durchgeführt. Als Basisbrennstoff wurde ausnahmslos schwefelarmes Heizöl verwendet, dem zwischen 5 und 20 Prozent Biokomponente zugegeben wurde. Um ein realistisches Bild zu bekommen, repräsentieren die Feldanlagen allen derzeit in deutschen Wohnhäusern vorhandenen Ölheizungstypen.

Die gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Mineralölwirtschaft und Heizgeräteindustrie zeigen bereits erste wichtige Ergebnisse.

Es wurde zwischenzeitlich eine Vornorm für Bioheizöl verabschiedet (DIN V 51603-6). Die Geräteindustrie hat bestehende und neue Ölheizgeräte für die Verwendung von Bioheizöl mit bis zu fünf Prozent Bioanteil, das der DIN V 51603-6 entspricht, freigegeben.
 
Effizienz vor Bio
Die Steigerung der Energieeffizienz hat nach wie vor absolut höhere Priorität - auch gegenüber der Verbreitung von Bioheizöl im Wärmemarkt. Denn nur mit einem Mix aus hocheffizienten Heiztechniken und erneuerbaren Energien können die deutschen Klimaschutzziele verwirklicht werden. Zudem stehen auch nachwachsende Rohstoffe nicht unbegrenzt zur Verfügung und dürfen deshalb nicht in ineffizienten Heizungen verschwendet werden.
 
Biokomponenten müssen nachhaltig sein
Die Mineralölwirtschaft bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen der Nachhaltigkeitsverordnung. Nach dieser müssen die Biokomponenten nach anerkannten ökologischen und sozialen Standards produziert und zertifiziert worden sein. Wesentlich ist, dass der Einsatz von Biokomponenten in Bioheizölen unter Berücksichtigung des gesamten Produktionsprozesses zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen führen muss.

Langfristig bieten hier Biokomponenten der zweiten Generation oder Brennstoffe aus Ölpflanzen, die keine Nahrungsmittel sind und beispielsweise auch auf Brachflächen wachsen, die besten Perspektiven.
 
Fazit: Gute Perspektiven für Bioheizöl
Voraussetzungen für eine flächendeckende Einführung von flüssigen Brennstoffen mit biogenen Komponenten in den Wärmemarkt sind
1. der Einsatz effizienter Heiztechnik,
2. eine nachhaltige Produktion der Biokomponenten und
3. die Berücksichtigung der ggf. technischen Anpassungen an Ölanlgen.

Weitere Informationen sind unter der Rubrik Geräteeignung und Verfügbarkeit zu finden.

Stand: 11. Aug. 2010 (Fachbereich Technik, SSE)