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Hydraulischer Abgleich

Die Wärmeversorgung eines Gebäudes muss als Gesamtsystem betrachtet werden, bei dem viele Faktoren ineinander greifen - Wärmebedarf, Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung, Heizflächen, Thermostatventile, Regelung und das Nutzerverhalten. Sind alle Faktoren aufeinander abgestimmt, kann die Heizung optimal arbeiten - mit Blick auf den Komfort wie auch auf den Energieverbrauch.


Video zum hydraulischen Abgleich
Die rund drei minütige Animation geht auf folgende Themen ein:
  • Ungleichmäßige Wärmeversorgung als typischer Mangel eines fehlenden hydraulischen Abgleichs
  • "Pseudo"-Lösung als Abhilfe gegen ungleichmäßige Wärmeversorung und ihre Folgen
  • Aufzeigen einer sinnvollen Lösung - Vorgehensweise beim ganzheitlichen hydraulischen Abgleich

Video herunterladen (ZIP, 8.9 mb)
 
Zusammenhänge bei der Anlagenoptimierung
Optimierung des Gesamtsystems
Ein entscheidender Schritt zur Optimierung des Gesamtsystems ist der hydraulische Abgleich in Verbindung mit der Anpassung von Pumpe, Armaturen und Regelung. Er sorgt für die optimale Verteilung der erforderlichen Heizwassermenge und damit für die richtige Einstellung der Heizungsanlage: Die von den Heizflächen abgegebene Wärmemenge wird der Wärmemenge angepasst, die tatsächlich nötig ist, um die Räume komfortabel zu beheizen. Fehlt diese Abstimmung, wird mehr Energie verbraucht als nötig. Gleichzeitig vermindert sich der Heizkomfort.
 
Ungleiche Wärmeverteilung
Fehlender Abgleich bewirkt ungleiche Wärmeverteilung
Fehlt die Abstimmung der einzelnen Komponenten einer Heizungsanlage aufeinander werden pumpennahe Heizkörper aufgrund des geringeren Druckverlustes in der Rohrleitung besser durchströmt als pumpenferne Heizkörper. Großzügig dimensionierte Heizkörper können bei gleicher Vorlauftemperatur und gleichem Differenzdruck am Heizkörper mehr Wärme abgeben, als kleiner dimensionierte Heizkörper. In der Praxis führt dies in der Regel zu einem Leistungsüberangebot an großzügig dimensionierten Heizkörpern, da die Vorlauftemperatur und/oder die Pumpenleistung so gewählt werden, dass kleiner dimensionierte Heizkörper trotz fehlendem Abgleich noch ausreichend Wärme abgeben. Das resultierende Leistungsüberangebot an den großzügig dimensionierten Heizkörpern kann bei fehlendem Abgleich zu unnötig erhöhten Wärmeverlusten führen.
 
OPTIMUS - Wirtschaftlichkeit der Optimierung
Untersuchungen belegen Optimierungspotenzial
Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Forschungsprojekt OPTIMUS hat die Wirtschaftlichkeit von Heizungsoptimierungen erfolgreich nachgewiesen. Bei den Öl-Effizienz-Initiativen wurde bereits zu diesem Thema berichtet.
Weitere Infos zum OPTIMUS-Projekt
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KfW fordert den hydraulischen Abgleich
Der Austausch von Heizungsanlagen wird bereits seit dem 1.1.2007 nur noch mit KfW-Mitteln gefördert, wenn ein hydraulischer Abgleich der Anlage erfolgt ist und nachgewiesen wird.
 
Softwarelösung zur Optimierung von Heizungsanlagen in Wohngebäuden
Das im Rahmen des OPTIMUS-Forschungsprojekts entwickelte Optimierungskonzept wurde zunächst als Excel-Programm umgesetzt. Die im OPTIMUS-Projekt eingebundenen Fachbetriebe errechneten mit Hilfe dieser Software die optimalen Einstellparameter für den hydraulischen Abgleich. Die Software wurde im März 2005 bei der Verleihung des Heimeier-Innovationspreises mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Sowohl in Hannover als auch in Bremen wurden schon zahlreiche Fachbetriebe im Umgang mit der Software geschult. Mittlerweile wurde die Excel-Software von Softwareanbietern professionell umgesetzt (siehe nachfolgende Links).

Stand: 2. September 2010 (Fachbereich Grundsatzfragen, CHA)