Wege zu effizientem Klimaschutz
Die energetische Sanierung durch Heizungserneuerung und Wärmedämmung bietet enormes Potenzial für einen wirksamen Klimaschutz.
Technologieoffenheit
IWO vertritt die Auffassung, dass Regulierungsmaßnahmen für den Wärmemarkt technologieoffen sein müssen. Denn einen Königsweg für die unter Kosten-Nutzen-Aspekten optimale Gebäudesanierung gibt es nicht.
Nur mit Technologieoffenheit kann gewährleistet werden, dass die für den Einzelfall effektivste Sanierungsform gewählt wird. Dabei muss nämlich eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören die individuellen energetischen Anforderungen und die finanziellen Ressourcen der Eigentümer.
Primärenergie als zentrale Messgröße
Gesetzliche Regulierungen müssen sich auf eine zentrale Messgröße beziehen. Hierfür bietet sich der Jahresprimärenergiebedarf an. Denn Primärenergie berücksicht neben dem Energieaufwand im Gebäude auch den Energieaufwand, der für Förderung, Aufbereitung und Transport des Brennstoffs erforderlich ist.
Die Einsparung von Primärenergie führt daher zu einer CO2-Minderung im gleichen Verhältnis. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Primärenergiebedarf bereits die zentrale Messgröße.
Wenn sich die klimaschutzorientierte Regulierung auf Primärenergie als Zielgröße beziehen, führt dies zu technologieoffenen Ansätzen. Das ließe flexible Lösungen zu, die auf die individuelle Ausgangssituation der einzelnen Gebäude und insbesondere auf die Investoren bzw. Nutzer ausgerichtet werden.
Möglichkeiten, den Primärenergiebedarf zu senken
Für den Gebäudebestand gibt es vier Möglichkeiten, den Primärenergiebedarf zu senken und so die Emissionen zu verringern:
- Reduzierung des Wärmebedarfs
z.B. durch verbesserte Gebäudedämmung
- Einsatz effizienterer Heizungstechnik
inklusive der Einbindung von Solar- oder Umweltwärme
- Nutzung erneuerbarer Biomasse
z.B. durch Zumischung von Bioheizöl
- Steigerung der primärenergetischen Effizienz der Stromversorgung
durch Kraft-Wärme-Kopplung oder Strom aus erneuerbaren Energien

Möglichkeiten den fossilen Energiebedarf von Gebäuden zu reduzieren
Sozialverträglichkeit
Durch technologieoffene und marktorientierte Ausrichtung des Klimaschutzes wird eine höchstmögliche Sozialverträglichkeit sichergestellt.
Denn Vorgaben wie z.B. die anteilige Nutzung von erneuerbaren Energien können dazu führen, dass Mieter und Vermieter mit unnötig hohen Kosten belastet werden, ohne dass das Energieeinspar- und CO2-Senkungspotenzial voll ausgeschöpft werden. Dies kann die grundsätzlich vorhandene Akzeptanz erneuerbarer Energien nachhaltig beschädigen.



